Eine inklusive Waldorfschule, offen für alle Kinder.

Unser Schulkonzept erlaubt es uns, von der ersten bis zur zwölften Klasse auf alle Kinder, ob mit oder ohne besonderen Förderbedarf, gezielt einzugehen.

Denn Inklusion bedeutet, dass allen Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe möglich ist. Inklusion verwirklicht sich im Zusammenleben, nicht im Leben in gesonderten Einrichtungen.

Wir stellen die Fähigkeiten eines Kindes in den Mittelpunkt, nicht seine Defizite. Wissen und Spezialwissen machen Bildung zu einem wertvollen Gut. Die Schlüsselqualifikationen für eine gelingende Zukunft unserer Kinder sind außerdem Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Freude am lebenslangen Lernen. Wir glauben daran, dass jedes Kind aus eigenem Antrieb lernen will, und unsere Aufgabe ist es, diese vielleicht verschüttete Motivation zu beleben.

Auf diesen Ideen und Überzeugungen beruhte bereits die Schulgründung im Jahr 2000. Unser Ziel war eine Schule, in der Menschlichkeit, Anteilnahme, gegenseitiges Helfen und Miteinander im Vordergrund stehen. Dabei sollen unterschiedliche Begabungen gefördert und verschiedenartige Beeinträchtigungen berücksichtigt werden. Die Waldorfpädagogik mit ihrer Erziehung zur Gemeinschaft, zur Solidarität und zur Mitmenschlichkeit, unterstützt die Idee der Inklusion im besonderen Maß.

Ausgezeichnetes Engagement

Bereits seit 2008 arbeiten wir nach dem Index für Inklusion, über zwei Jahre davon unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, würdigte unsere Arbeit 2011 mit der Aufnahme in die Inklusionslandkarte.

2012 hat sich die Michaeli Schule um den Jacob Muth-Preis für inklusive Schule beworben.

Blickwechsel – Beiträge zu einer inklusiven Waldorfpädagogik

Der Blickwechsel ist eine Schriftenreihe, die einen neuen Blick werfen möchte auf die Quellen der Waldorfpädagogik und ein zeitgemäßes Leben und Lernen in den Waldorfschulen. Die Beiträge wechseln zwischen menschenkundlichen Themen und menschenrechtlichen Fragestellungen. Sie entspringen dem täglichen Ringen der verschiedenen Autoren um eine inklusive Schulpraxis. Der Blickwechsel ist Bestandteil des Projekts „Entwicklungsimpule durch inklusive Waldorfpädagogik”, getragen vom Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS).

Insgesamt sollen 12 Bände herausgegeben werden von der Pädagogischen Froschungsstelle beim BdFWS sowie dem Arbeitskreis Inklusion des BdFWS.

Die Bände stehen auf der Website der Pädagogischen Forschungsstelle zum Download bereit.